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Überschrift: NEAPEL - eine Perle im Süden Italiens!

Reisezeit: Juni

Route:
Neapel - Inseln im Golf (Procida, Ischia, Capri) - Amalfiküste - Pompei- Herculaneum- Vesuv

Kurzbeschreibung:
Der Golf von Neapel mit dem Boot. Auszüge aus einzelnen Stationen, die wir machen wollen!

Tagebucheintrag:
„Neapel sehen und sterben“, so heißt es in einem alten italienischen Volkslied. Damit ist nicht die Kriminalität gemeint, die die drittgrößte Stadt Italiens immer wieder erschütterte, heute wohl mehr noch als der nahegelegene Vulkan Vesuv; gemeint ist vielmehr die Sehnsucht nach der Stadt und ihrer einmaligen Lage am gleichnamigen Golf. Neapel – das ist nicht Eleganz (wie in Florenz), nicht Theatralik (wie Venedig), nicht zeitlose Erhabenheit (wie Rom), nein Neapel hat etwas, was für Italiener viel wichtiger ist: Italianita! In wohl keiner anderen Stadt am Stiefel lässt sich das (süd)italienische Lebensgefühl besser einfangen als in „Bella Napule“.

Vom Süden ging die Einigungsbewegung des 19. Jahrhunderts aus (auch wenn der Norden vielmehr von dem neuen Staat Italien profitierte als der arme Süden), Neapel war Haupt.- und Residenzstadt eines einstmals bedeutenden Königreiches, dem Vertreter der bedeutendsten europäischen Herrscherhäuser vorstanden: Normannen, deutsche Staufer, französische Anjou, spanische Aragonesen und Bourbonen, österreichische Habsburger, Napoleon.

Sie merken es schon: Keine Italiener! Die Macht kam immer von außen und veranlasste so indirekt die Neaopolitaner, das zu tun, was sie am besten konnten: Feiern, tanzen am Vulkan. Der ist ja buchstäblich vorhanden, trotzig thront der Vesuv, Wohnsitz des Feuergottes und für alle Schmiede verantwortliche Vulcanus über der Millionenstadt und ist heute einer der bestbeobachteten Berge der Welt. Unten in der Stadt geht es laut und quirlig zu – eben genauso, wie man sich das Leben in einer italienischen Stadt vorstellt. Vom vielbesungenen Hafenviertel Santa Lucia ist es nur ein Katzensprung hinunter zu dem Castello, in dem das „Ei des Columbus“ begraben liegt – und folglich „Castello d’Uovo“ heißt. Ein Stück oberhalb der repräsentative Hauptplatz, die Piazza del Plebiscito mit dem Königspalast. Die Fassade dieses Palazzo Reale zeigt Skulpturen neapolitanischer Herrscher aller Epochen und Dynastien, und der Platz war unter anderem auch öffentliche Hinrichtungsstätte: Der letzte Staufer etwa verlor hier auf Anweisung seines netten Nachfolgers aus dem Haus der Anjou seinen Kopf.

Heute geht es beschaulicher zu, neben dem Teatro San Carlo und der Galleria Umberto, die ein ähnlich repräsentativer Einkaufstempel ist wie die Galleria Vittorio Emmanuele in Mailand, beginnt die lustigste Straße der Stadt, die im Volksmund Spaccanapoli genannt wird, weil sie die Innenstadt in zwei Teile teilt. Lustig? – Lustig! Gehen Sie doch mal in eine der engen kleinen Nebengassen, wo die frischgewaschene zum Trocknen aufgehängte Wäsche zu den Hausfassaden gehört wie die kleinen Motorroller zu den Kopfsteinpflastern. Klar, aufpassen muss man überall, Handtaschen können dort schnell weg sein, aber lassen Sie sich den Mut nicht nehmen! Dann im Caffe an der Piazza schnell einen Espresso und einen eiskalten Limoncello (der kommt aus Amalfi) und weiter zum Castello Nuovo, frühere Residenz, dem Dom, der dem heiligen Januarius (Gennaro) gewidmet ist, dem die Stadt als ihrem Schutzheiligen auch verdankt, dass sie trotz des Vulkans immer noch da ist…

Einer der Höhepunkte jeder Reise nach Neapel ist der Besuch des Nationalmuseums, wo die bedeutendsten Funde aus dem nahegelegenen Pompei ausgestellt sind. Vor allem die „geheime Kammer“ sollte man sich nicht entgehen lassen! Ausflüge auf den Vesuv, der früher mit einer Seilbahn erklommen wurde („Funiculi Funicula“, dieses alte neaopolitanische Volkslied stammt von hier) und zu den flegräischen Feldern sollten auch am Ausflugsprogramm stehen, bevor man sich der näheren Umgebung der Stadt widmet. Achja – die Pizza kommt aus Neapel, daher sollten Sie nicht dran vorbei!!! Am besten schmeckt sie am Vomero, dem Hügel über der Altstadt, der vom Castello San Elmo überragt wird (und wo die typischsten, die echtesten Neapolitaner herkommen – behaupten sie!) oder in Posilippo, einem eleganten Vorort im Norden, der neben den kulinarischen Genüssen auch den wohl schönsten Blick auf den Golf von Neapel bietet.

Erlebe Kampanien mit der Segelyacht!
13. - 20. Juni 2009
(Leistungen: 5 Nächte/Frühstück auf dem Schiff, 2 Nächte/Frühstück im
Mittelklassehotel, Softdrinks an Bord, alle Ausflüge und Transfers lt.
Programm mit Minibus (exklusive Transfers und Rundfahrten auf den Inseln
Procida, Ischia und Capri), Reiseleitung, aktive Teilnahme beim Segeln
möglich!)
Preis: € 690,-- pro Person

Nähere Informationen und Buchung:
www.members.aon.at/seglerseiten

Bilder:
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