Valsugana: Frühlingserwachen im Trentino

Frühlingslaune im Spätwinter: Das Valsugana im Trentino lockt schon im März mit zweistelligen Plustemperaturen und lockt mit voller Farbenpracht. Ein perfekter Tipp für alle, die ein Kontrastprogramm zu Eis, Matsch und Schnee suchen. Von München sind es knapp vier Stunden Fahrzeit.

Während die Alpen-Nordseite noch in der Winterstarre verharrt, ist im Valsugana der Frühling längst angekommen.  Bis zu 2.700 Meter hohe Berge des Lagorai schirmen das Tal am Oberlauf der Brenta gegen Einflüsse vom Norden ab. Durch seine Öffnung nach Süden dringt submediterrane Luft von der oberen Adria ein. Milde Temperaturen locken schon ab März hinaus ins Freie. Die Orte zwischen Trento und Bassano del Grappa sind gesäumt von saftig grünen Weinbergen und blühenden Obstgärten, die Wiesen und Berghänge von einer bunten Vielfalt aus Wildblumen übersäht. Die üppige Vielfalt ist Ergebnis des mediterranen bis alpinen Mikroklimas, das die typische Vegetation beider Zonen vereint.

(c) E. de Luca (TVB Valsugana Lagorai)

Einer der besten Aussichtspunkte im 70 Kilometer langen Valsugana ist Tenna auf der Anhöhe zwischen Lago di Levico und Lago di Caldonazzo. Stehen Apfel- und Kirschbäume rings um die beiden Seen in voller Blüte, ist auch die beste Zeit gekommen, um den Orten und Städten an den Ufern einen Besuch abzustatten: Ab April ist der charmante Belle Epoque-Kurort Levico Terme der Treffpunkt für Blumenfreunde. Im Habsburgerpark um die historische Villa Paradiso aus der k. u. k. Zeit treiben über 50.000 Blumenzwiebeln die schönsten Blüten. Auf den weiten Wiesen des Parks blühen Schneeglöckchen und Frühlingsknotenblumen, Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen. Zur alljährlichen Tulipomania sorgen im Gewächshaus des Parks 100 prächtige Tulpensorten für einen wahren Farbrausch.

(c) Marta Micheli (TVB Valsugana Lagorai)

In Caldonazzo am Südufer des gleichnamigen Sees wird alljährlich das Frühlingsfest der blühenden Apfelbäume gefeiert. Kakteen, Gartensträucher, Palmen und Blumen in allen Farben säumen zu dieser Zeit das Zentrum. Gartenliebhaber können sich aber auch an der außerordentlichen Vielfalt an Terracotta-, Garten- und Handwerksprodukten kaum sattsehen. Und außerdem kommen Gourmets auf ihre Kosten: Auf den Speisekarten stehen Valsuganer Polenta, Radicchio von Bieno und der typischen Bergkäse von den Valsuganer Almen. Für die perfekte Begleitung dazu sorgen Trentiner Weine und Valsuganer Spumanti.

(c) Giacomo Podetti (TVB Valsugana)

Das Lagorai ist die langgezogene Bergkette aus Porphyr vulkanischen Ursprungs am Nordufer der Brenta. Es beeindruckt mit seinen schwarz-rot-grünlichen Felswänden und eröffnet eine der größten naturbelassenen Landschaften im Trentino. Ab Juni zieht auch in dieser Höhenlage der Frühling mit seinem Farbenspiel ein. Oben auf der Panarotta ist die Alpenrosenblüte in vollem Gang. Besonders reizvoll ist der Kontrast zu den vielen steingemauerten „Rustici“ die ab dem Frühsommer wieder auf der Panarotta oder dem Passo Brocon bewirtschaftet werden. Wie vor Generationen werden nach wie vor Butter, Joghurt, Tosella, Ricotta und Caciotte selbstgemacht. Nicht wenige Almwanderer „adoptieren“ im Valsugana auch eine Kuh. Für 65 Euro pro Saison erhalten sie bei ihren Besuchen auf der Alm zwischen Mitte Juni und Mitte September Butter und Käse im Gegenwert von 50 Euro. Die restlichen 15 Euro gehen an einen Fonds zur Erhaltung der traditionellen Almwirtschaft. -> adottaunamucca.org

(c) Federico Modica (TVB Valsugana Lagorai)

Einige Rustici bieten außerdem ein Nachtquartier an, beispielsweise für Mehrtageswanderer, die am Granit-Höhenweg oder am Lagorai Panoramaweg unterwegs sind. Beliebt bei den Frühlingswanderern ist auch das Valtrigona als einziges WWF-Naturschutzgebiet im Alpenraum. Ein Naturlehrpfad führt durch eines der naturbelassensten Gebiete in den italienischen Alpen, durch stille Lärchen- und Zirbenwälder mit Hochgebirgsflora, die im Frühsommer ihre volle Pracht entfaltet. Im Val die Sella ist die Arte Sella ein ausgesprochener Frühlingstipp. Die „Freiluftausstellung“ mit internationale Natur-Kunstwerken wächst, gedeiht und vergeht mit den Jahreszeiten. Wenn hier alles sprießt und gedeiht, ist eine Wanderung vier Kilometer langen Montura Weg zwischen dem Park der Villa Strobele und der Malga Costa besonders eindrucksvoll. Zu sehen sind eine Cattedrale Vegetale, ein Teatro, ein Trabucco di Montagna und vieles mehr.

Weitere Infos unter visitvalsugana.it

(c) StoryTravelers (TVB Valsugana Lagorai)

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