Reisetipp: Krimml und die Krimmler Wasserfälle

In Krimml erlebt man mit den Krimmler Wasserfällen nicht nur ein atemberaubendes Naturschauspiel, der Ort bietet auch Heilkraft für viele Atemwegserkrankungen.

Mit Krimml haben wir diesmal einen ganz besonderen Reisetipp parat, bei dem man beeindruckende Natur mit natürlicher Heilkraft und jeder Menge Gastfreundlichkeit erleben kann.

Krimml ist die westlichste Gemeinde von Salzburg, und der sympathische Bürgermeister Erich Czerny meint, dass Krimml auch die schönste Gemeinde ist, was wir nach einem Besuch vor Ort nur bestätigen können.

(c) Stefan Gruber

Manche Orte berühren uns schon beim ersten Anblick. Andere entfalten ihre besondere Wirkung erst, wenn wir tief durchatmen. Die Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land schaffen beides. Schon das gewaltige Rauschen des Wassers, das sich über insgesamt 380 Höhenmeter in die Tiefe stürzt, vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Ruhe. Die klare Gebirgsluft, die beeindruckende Natur des Nationalparks Hohe Tauern und die Kraft des Wassers machen diesen Ort zu einem der außergewöhnlichsten Reiseziele Europas.

(c) Stefan Gruber

Doch Krimml bietet weit mehr als spektakuläre Ausblicke. Hier verbindet sich die Schönheit der Natur mit wissenschaftlich belegten Erkenntnissen über die Wirkung der Wasserfälle auf die Atemwege. Wer den feinen Sprühnebel entlang der Wasserfälle einatmet, erlebt nicht nur die erfrischende Kraft des Wassers, sondern profitiert von einem europaweit einzigartigen Naturheilvorkommen.

(c) Stefan Gruber

Der Schlüssel liegt in den winzigen Wasserfall Aerosolen. Diese fein zerstäubten und negativ geladenen Wasserpartikel gelangen tief in die Atemwege. Wissenschaftliche Untersuchungen der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg zeigen, dass sie dort entzündungshemmend, reinigend und immunmodulierend wirken können. Menschen mit allergischem Asthma berichten von einer deutlichen Linderung ihrer Beschwerden. Aktuelle klinische Studien konnten erstmals auch signifikante Verbesserungen bei Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung der Stadien GOLD I bis III nachweisen. Bereits nach etwa vierzehn Tagen verbesserten sich unter anderem die Lungenfunktion, die körperliche Belastbarkeit und die Lebensqualität. Bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern hielten die positiven Effekte über mehrere Monate an.

(c) Stefan Gruber

Aus diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen entstand Hohe Tauern Health. Das Gesundheitsangebot verbindet die natürliche Wirkung der Wasserfälle mit einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Der tägliche Aufenthalt am Wasserfall wird durch individuell abgestimmte Bewegungseinheiten, Atemtraining, Workshops und gesundheitspsychologische Begleitung ergänzt. Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Wissenschaftler arbeiten eng zusammen und begleiten die Gäste während ihres Aufenthaltes.

(c) Stefan Gruber

Auch die Erholung endet nicht mit dem Verlassen der Wasserfälle. Zertifizierte allergikerfreundliche Unterkünfte erfüllen hohe Anforderungen an Innenraumluft, Ausstattung und Hygiene. So setzt sich die Regeneration auch während der Nacht fort und schafft optimale Voraussetzungen für eine nachhaltige Erholung.

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In einem der zertifizierten Hotels waren wir auch bei unserer Reise nach Krimml untergebracht, dem Panoramahotel Burgeck, welches mit Sicherheit den schönsten Blick über den Ort und auf die Wasserfälle bietet.

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Das familiengeführte Hotel begeistert aber nicht nur mit der Aussicht, sondern auch mit einem überaus freundlichen Personal, welches einem das Gefühl gibt, dass man nicht nur Gast, sondern Familienmitglied ist, und einem kulinarischen Angebot, welches schon mit einem großen Frühstücksbuffet startet.

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Die Zimmer bieten einen sehr schönen Mix aus moderner Ausstattung und rustikalen Charme, die Einbettzimmer sind zwar recht klein, dennoch aber gemütlich. Wer auf den schönen Panoramablick verzichten möchte, findet aber im Ort auch zentraler gelegene Hotels, wie etwa das Hotel Post, in dem wir ebenfalls vorzüglich gespeist haben.

(c) Stefan Gruber

Wer auf Auto und Fahrrad verzichten möchte, hat nämlich von den Wasserfällen zum Panoramahotel Burgeck nochmals ordentliche Steigungen zu bewältigen. Der Blick von der Terrasse des Hotels auf die Wasserfälle hat uns aber auf jeden Fall für den anstrengenden  Fußmarsch zum Hotel hinauf entschädigt. Aber zurück zu den Wasserfällen.

(c) Stefan Gruber

Die Krimmler Wasserfälle sind seit dem Jahr 2015 als natürliches Heilvorkommen anerkannt. Im Jahr 2025 erfolgte die Wiederanerkennung. Menschen mit entsprechender medizinischer Indikation können die Therapieangebote unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen fördern lassen. Dank der europäischen Patientenmobilität steht dieses besondere Gesundheitsangebot auch Gästen aus anderen Ländern der Europäischen Union offen.

(c) Stefan Gruber

Doch Krimml ist nicht nur ein Ort für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Jeder Besucher spürt die besondere Atmosphäre dieser alpinen Landschaft. Wanderwege führen entlang der tosenden Wassermassen durch dichte Wälder bis zu eindrucksvollen Aussichtspunkten. Almwanderungen laden zum bewussten Genießen der Natur ein. Sanfte Touren mit dem Fahrrad eröffnen neue Perspektiven auf die beeindruckende Bergwelt. Beim Waldbaden oder bei Yogaeinheiten in der Nähe der Wasserfälle rücken Ruhe und Achtsamkeit in den Mittelpunkt. Kräuterwanderungen vermitteln spannendes Wissen über die alpine Pflanzenwelt und schärfen den Blick für die kleinen Wunder der Natur.

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Ein besonderes Highlight war für uns das Waldbaden, bei dem es bewusst um Entschleunigung in der Natur geht. Man nimmt die Umgebung in absoluter Ruhe wahr und kann sich auf sich selbst fokussieren und seine Sorgen und Ängste schnell in Energie umwandeln.

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Gerade diese Verbindung aus medizinisch belegter Wirkung und unberührter Landschaft macht Krimml so besonders. Hier geht es nicht nur um Therapie, sondern um neue Lebensqualität. Jeder tiefe Atemzug erinnert daran, wie wertvoll Gesundheit ist. Jeder Schritt entlang der Wasserfälle schenkt neue Eindrücke und lässt den Alltag in weite Ferne rücken.

(c) Stefan Gruber

Sehr zu empfehlen ist auch eine Fahrradtour ins Krimmler Achental, welches neben der malerischen Landschaft auch historisch wertvolle Eindrücke vermittelt. Mitten in schönster Natur befindet sich nämlich das Krimmler Tauernhaus auf 1.632 Metern Höhe.

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Das Krimmler Tauernhaus erzählt seit Jahrhunderten die Geschichte der Menschen, die über die Alpen zogen, Schutz suchten und hier ein offenes Herz fanden. Wer heute durch das idyllische Krimmler Achental wandert und das traditionsreiche Haus erreicht, spürt sofort, dass dieser Ort weit mehr ist als eine gemütliche Einkehr. Er ist ein lebendiges Stück alpiner Geschichte.

(c) Stefan Gruber

Bereits im Jahr 1389 wurde das Krimmler Tauernhaus erstmals urkundlich erwähnt. Schon lange davor diente die Raststation Säumern, Handwerkern und Bauern als wichtiger Zufluchtsort auf ihrem beschwerlichen Weg über den Krimmler Tauern.

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Wein und Brandwein wurden aus dem Süden über die Alpen transportiert, Salz gelangte auf demselben Weg in die Gegenrichtung. Das Tauernhaus war dabei stets ein Ort der Sicherheit, der Wärme und der Gastfreundschaft.

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Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Haus ständig weiter, seit über 500 Jahren ist es dabei in Familienbesitz. Als Simon Geisler das Tauernhaus im Jahr 1906 übernahm, begann eine neue Epoche. Mit großem Einsatz wurde das Gebäude erweitert und modernisiert, ohne dabei seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Die mehr als sechshundert Jahre alte Stube blieb erhalten und ist bis heute das Herzstück des Hauses.

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Besonders bewegend ist jedoch ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges überquerten rund fünftausend verfolgte Juden aus Osteuropa die Krimmler Tauern auf ihrer Flucht nach Italien und weiter in Richtung Eretz Israel. Im Krimmler Tauernhaus fanden viele von ihnen das, was sie auf ihrer langen Reise am dringendsten benötigten. Lisl Geisler öffnete ihnen ihre Türen und versorgte die erschöpften Menschen mit einer warmen Stube, einer Mahlzeit und menschlicher Fürsorge. Diese selbstlose Hilfe macht das Tauernhaus bis heute zu einem besonderen Symbol für Mitmenschlichkeit und Hoffnung.

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Seit Generationen wird diese außergewöhnliche Tradition fortgeführt. Heute führen Simon und Vroni Geisler das geschichtsträchtige Haus mit demselben Respekt vor seiner Vergangenheit und derselben ehrlichen Gastfreundschaft, die das Krimmler Tauernhaus seit Jahrhunderten auszeichnet. Eingebettet in die beeindruckende Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern verbindet dieser besondere Ort Geschichte, Natur und Herzlichkeit auf einzigartige Weise. Wer hier einkehrt, besucht nicht nur ein traditionsreiches Gasthaus, sondern einen Ort, an dem Menschlichkeit seit Generationen gelebt wird.

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Das Tauernhaus macht einem auch die geografische Lage der Region bewusst, als westlichste Gemeinde von Salzburg grenzt Krimml an Südtirol, Osttirol und Tirol. Einen besonders guten Panoramablick hat man dabei von der Gletscherblickalm, die als reiner Familienbetrieb von der Familie Lerch geführt wird.

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Man hat einen tollen Blick auf den Durlaßboden Stausee und die hohen Berge rundum. Neben dem beeindruckenden Panorama bietet die Alm aber auch eine Fülle an selbstgemachten Speisen, die wiederum großteils aus hausgemachten Produkten hergestellt werden.

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Die Alm verfügt über eine eigene Käserei und stellt auch die Wurst selbst her. Man spürt die Qualität der Speisen mit jedem Bissen. Für die kleinsten Gäste gibt es auch einen kleinen Streichelzoo mit Hasen, Schafen, Ziegen und einem Pony.

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In Krimml gibt es aber auch jede Menge Veranstaltungen, bei unserem Besuch feierte man gerade das Fest der Sommer-Sonnwende mit über 200 Höhenfeuern. Während die Bergretter die Gipfel der umliegenden Berge erklommen haben und für die eindrucksvollen Feuer sorgten, gab es im Ort gleich neben der Kirche im Freiluft-Musikpavillon ein Konzert der Anton Wallner-Musikkapelle inklusive Einlagen von großen und kleinen Schuhplattlern.

(c) Stefan Gruber

Wer nach Krimml reist, entdeckt deshalb weit mehr als Europas größte Wasserfälle. Man findet einen Ort, an dem Natur, Wissenschaft und Erholung auf einzigartige Weise zusammenfinden. Einen Ort, der Kraft schenkt, die Sinne belebt und zeigt, wie wohltuend die Natur auf Körper und Geist wirken kann. Vielleicht ist genau das das größte Geschenk der Krimmler Wasserfälle. Sie laden dazu ein, bewusst innezuhalten, tief durchzuatmen und die heilsame Kraft der Natur mit allen Sinnen zu erleben.

(c) Stefan Gruber

Weitere Infos zum Parkhotel Burgmühle unter http://www.parkhotel-burgmuehle.de

Weitere Infos zum Hohe Tauern Health unter https://www.hohe-tauern-health.at/

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